Buchweizenmehl

Buchweizenmehl stammt nicht von der Buche und ist auch kein Getreide. Die Pflanze Fagopyrum ist ein Knöterichgewächs, die ihren Namen Fagus, lateinisch für Buche, aufgrund der bucheckernförmigen Früchte erhalten hat, die im Weiteren zu Mehl gemahlen werden. Ein Vorteil ist, dass Buchweizenmehl kein Gluten beinhaltet.

Das seit über 4.000 Jahren bekannte Mehl war zwischenzeitlich in Vergessenheit geraten, erfreut sich aber in den letzten Jahren wachsender Beliebtheit, nicht nur bei Menschen mit Glutenunverträglichleit. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Asien, wurde dort kultiviert und ist bei uns seit dem Mittelalter bekannt. Mit der Ankunft der Kartoffel ging die Bedeutung zurück und fiel fast in Vergessenheit.

Farine de Sarrasin – Farine Blé noir

Am bekanntesten ist Buchweizenmehl in Europa für die Zubereitung von Galettes paysannes, die herzhafte Version der Crêpes aus der Bretagne.

In Frankreich heißt Buchweizenmehl Farine de blé noir oder Farine de Sarrasin. (Farine bedeutet Mehl, Blé noir bedeutet schwarzer Mais, Sarrasin bedeutet Buchweizen).

Die Pflanze

Buchweizen ist eine 60 cm bis 100 cm hohe Pflanze, die sandige, nährstoffarme Böden mag. Pro Blüte entsteht an der Pflanze eine kleine dreikantige Nuss, die ungefähr einen halben Zentimeter groß wird. Die schwarze oder rote Schale ist nicht für den Verzehr geeignet und wird vor dem eigentlichen Mahlen vom Rest getrennt. Verwandt ist die Pflanze mit Sauerampfer und Rhabarber. Sie ist bei Bienen und Imkern sehr beliebt.

Der Geschmack

Buchweizen schmeckt leicht herb und nussig. Verwendet man ihn ausschließlich für Backwaren, kann es passieren, dass diese leicht zerkrümeln. Sehr gut eignet sich Buchweizen daher in Kombination mit anderen Mehlsorten.

Verwendung

Crêpes paysannes – französische Küche
Hackbällchen
Kürbisbrot
Lachs-Tarte
Pancakes
Pannhas – kölsche Tapas
Zwiebelsuppe

Mehr über Mehl erfährst Du auf der Seite „Mehl„.

Fragen und Anregungen bitte an: chefkoch@mein-kochplatz.de

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