Chips

(Kartoffel) Chips – eine Leidenschaft, die ich mit vielen anderen teile. Die Paprika und Salz gewordene Versuchung frittierter Kartoffelscheiben wird in einigen Ländern als ganz normale Beilage zum essen gesehen, während sie in Deutschland eher nur als Knabberei gesehen werden.

Ein Schälchen gesalzene Mandeln, ein Schälchen Chips und schon schmecken Bier und Wein besser und die Gäste haben auch mehr Durst.

Chips und Gesundheit

Leider haben die frittierten Kartoffelscheiben einen schlechten Ruf. Zum einen wegen des hohen Fett- und Salzanteils, zum anderen ist es Acrylamid, das bei der hohen Erhitzung von Stärke, insbesondere über 170 °C beim frittieren, entstehen kann. Das gilt übrigens für alle hoch erhitzten stärkehaltigen Nahrungsmittel. Seit 2018 gibt es einen verbindlichen Richtwert für Acrylamid in Nahrungsmitteln, der alle 3 Jahre überprüft wird. Weitere Infos dazu auf den Seiten der Verbraucherzentrale.

Wie sagte schon Paracelsus: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis macht’s, dass ein Ding kein Gift sei.“ Also nicht all zu oft und nicht zu viele Chips essen.

Geschichte der Chips

Wie bei so vielen Lebensmitteln liegt der Ursprung im Dunkeln. War es tatsächlich George Crum, der in Saratoga auf Wunsch eines einzelnen Gastes seine Bratkartoffeln immer dünner werden lies, bis am Ende Kartoffelchips raus kamen? Als gesichert gilt, das H. Lay 1920 eine automatische Kartoffelschälmaschine erfunden hat und als erster Chips industriell produzierte. 1929 kam durch den Wiener K. Kolarik Geschmack in die Sache. Er produzierte die ersten Salt&Vinegar und Cheese Chips.

In Deutschland begann die Chipsproduktion erst 1951.

Chips selber machen

Kartoffelchips habe ich auch schon selber gemacht, bin jedoch mit dem Ergebnis in Bezug zum Aufwand noch nie richtig glücklich geworden. Vor vielen Jahren hatte ich eine Fritteuse, da hat es ganz gut geklappt. Einfach Kartoffeln auf einem Gurkenhobel dünn aushobeln, in etwas Essigwasser 30 min ziehen lassen, gut abtropfen und am besten einzeln in die Fritteuse geben, damit sie nicht zusammenbacken.

In den letzten Jahren habe ich es ein paar mal mit dem Backofen versucht, was unter dem Strich für mich genießbar, aber nicht anbietbar war.

Es gibt heute sehr viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen für Kartoffelchips. Von „Curry-Wurst-Style“ über Thai, Chili, Wasabi usw. Zu einem feinen Wein passen aus meiner Sicht nur die gesalzene Variante ohne weitere Gewürze.

Fazit

Mein Fazit für den puren Genuss: Ungarische Paprika Chips in der rot-grünen Tüte sind unübertroffen. Lediglich gut gemachte Salt&Vinegar Chips, die in England übrigens Crisps heißen – Chips steht dort für Pommes Frites – sind für mich eine Alternative. Auch Nachos sind eine gute Alternative zu Chips.

Fragen und Anregungen bitte an: chefkoch@mein-kochplatz.de

 

Lecker Wirtz schwarz weiss

 

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